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3 Fragen an... uns ;)


Nun haben wir einigen spannenden KlettererInnen unsere drei Fragen gestellt. Wir werden das bestimmt auch weiterhin tun. Doch zwischendurch haben wir selbst Lust bekommen, uns unsere eigenen Fragen zu beantworten ;).
*Was bedeutet Klettern für Dich ganz persönlich?*
Leni: Klettern ist meine Leidenschaft, mein körperlicher und mentaler Ausgleich. Insgesamt bedeutet das Klettern für mich aber noch viel mehr als diese einzelnen Teile. Beim Klettern erlebe ich tolle Landschaften, die ich ohne das Klettern vielleicht nicht entdeckt hätte. Außerdem hat das Klettern starke Verbindungen zu für mich wichtigen Menschen geschaffen. Das beim Klettern aufgebaute Vertrauen besteht auch über die Kletterbeziehung hinaus. Ich hatte das Glück, schon als blutige Anfängerin einen Kletterpartner mit sehr viel Erfahrung zu haben. Warum ich dankbar dafür bin? Weil ich dadurch viel schneller verstanden habe, worum es beim Klettern für mich eigentlich geht. Was es bedeutet, vermeintlich unmögliches möglich zu machen. Und wie viel es wert ist, mit Menschen eine tolle Zeit beim Klettern zu verbringen, die mir nahestehen.
Máté: Klettern ist für mich: Auseinandersetzung, Entwicklung, Wachstum. In so vielen Bereichen! Körperlich, mental und auch sozial. Klettern und die Auseinandersetzung damit unterstützt mich bei der Auseinandersetzung mit meiner eigenen Person, mit meinem Charakter. Was ich beim Klettern über mich selbst lerne, fühlt sich wahrhaftig und real an. Beim Klettern entstehen für mich Verbindungen. Intern (in mir mit mir selbst) und extern (mit anderen). Klettern ist mein Wegbegleiter :).
*Wenn Du nicht klettern kannst: Was fehlt Dir am meisten?*
Máté: Ich bewege mich eigentlich schon gerne. Trotzdem fehlt mir das Bewegen nicht so sehr, ich kann auch mal wochenlang auf der Couch sitzen ;).... Allerdings würde ich das Gefühl des "Hinaufschwebens" der "Leichtigkeit" und des "Flows" vermissen. Ich würde die kleinen Erfolge in einer einzelnen Route vermissen. Und ich würde auch den langfristigen Erfolg im Prozess vermissen. Und das Reisen! Ich lerne in meinem Job als Trainer so viele spannende Leute kennen, diesen Austausch vermisse ich sehr, wenn ich nicht auf Kletterreisen gehen kann.
Leni: Bei mir ist es schon sehr stark das Körperliche. Das Gefühl der Erschöpfung. Die schmerzenden Finger, oder auch die müden Schultern oder Beine. Aber natürlich auch der Ausgleich zum Alltag. Beim Klettern vergesse ich wirklich alles um mich herum. Und auch nach dem Klettern mag ich die Gedanken an eine gekletterte Route. Das Klettern von Schlüsselpassagen im Kopf. Und natürlich würde ich die schöne Zeit vermissen, die ich mit lieb gewonnenen Menschen beim Kletern erlebe. 
*Was ist für Dich der wichtigste Aspekt, damit Du gut klettern kannst?*

Leni: Das A und O ist für mich ein Partner, dem ich absolut vertrauen kann. Von dem ich weiß, dass er immer aufmerksam bei mir ist. Vom Partnercheck bis zum Herausnehmen aus dem Sicherungsgerät. Damit ist die für mich wichtigste Voraussetzung für gutes Klettern erfüllt. Und mit dem richtigen Kletterpartner ist es auch nicht schlimm, mal einen nicht so guten Tag zu erleben. Denn gut zu klettern ist zwar etwas sehr Erfüllendes. Aber in guter Gesellschaft nicht so gut zu klettern auch!

 

Máté: Haha Leni, das wollte ich doch sagen! Ja Vertrauen. Mein Vertrauen in den Sicherungspartner wurde mal gebrochen. Es war ein langer Weg, es wieder neu für mich zu entdecken, die Tiefe von diesem Aspekt zu erkennen. Gleichzeitig brauche ich die Gewissheit, dass ich mir selber keinen Druck mache, das ich scheitern darf. Dafür kann ich selbst sorgen, allerdings nicht so gut, wenn der Alltagsstress präsent ist. Und ich muss ziemlich bald nach der Ankunft am Fels ne leichte Tour klettern, am besten noch vor dem Aufwärmen.... Damit ich die Hummeln aus dem Arsch kriege :)!

Ihr habt Ideen, wer unsere 3 Fragen als nächstes beantworten sollte? Dann schreibt uns eine E-Mail mit einem Vorschlag an team@climbe.de! Vielen Dank!

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